Vom Google Follower zum Google Skeptiker

Als Google eine Reihe von Funktionen wie Google Mail, Google Docs usw angekündigt hat, konnte man annehmen dass Google ein relativ offenes System zur Verfügung stellt. Leider haben die Google Entwickler ziemlich freienLauf erhalten und die Funktionen des Systems dauern geändert. Dabei war aber nie wirklich eine neuartige sinnvolle Funktion, die man nicht schon von anderen Systemen gekannt hätte. Als dann Google Apps angeküdigt wurde bin ich mit einer kleinen Gruppenanwendung für einen Verein auf die Google Plattform umgestiegen. Eigentlich sollte mit Google Apps eigentlich das ganze Google Angebot besser strukturiert werden. Leider wurden aber auch hier wieder die Funktionen relativ willkürlich geändert. Nun kann man wohl wenig daagegen sagen, wenn Google neue Funktionen auf der Plattform einführt. Schwierig wird es allerdings wenn Google bewährte Funktionen einfach abschafft.

Bisher konnte mit Google Groups eMail Verteilerlisten anlegen, bei denen nicht alle Benutzer bei Google registriert waren. Es genügte die Angabe der eMail Adresse. Das ist für heterogene Gruppen sehr wichtig, da sich nicht alle Gruppenmitglieder bei Google registrieren wollen oder können. Nun hat Google diese Funktion umgestellt und erlaubt jetzt ähnlich wie Facebook nur Gruppenmitglieder auf den Verteilerlisten, die auch bei Google registriert sind.

Die Absicht ist klar. Google (und Facebook) wollen nicht dass die Benutzer eigene Mail Systeme z.B. Thunderbird oder MS Mail benutzen. Alle Benutzer sollen im System Google bleiben, damit die Werbung an den Benutzer gebracht werden kann. Dies artet zur Zeit immer mehr aus. Viele Benutzer fühlen sich durch zum Teil agressiv personalisierte Werbung bedrängt. Viele Benutzer wollen ihre persönliche oder geschäftliche eMail nicht Google anvertrauen. Beispielsweise erlauben deutsche Gesetze Unternehmen nicht, persönliche Daten ihrer Kunden im Ausland zu speichern. Man kann bei Google auch keine lokalen Backups z.B. seiner eMail machen.

Bei langfristiger Nutzung der Google Apps muss man sich darauf einstellen, dass etwa alle zwei Jahre das ganze System geändert werden muss und man einen großen Teil der eigenen Anwendung wieder ändern muss. Migrationshilfen gibt es bei Google nicht. (Die helfen auch nicht wenn dauernd die Semantik der Plattform geändert wird).  Auch kann man die eigenen Daten nicht vernünftig verwalten. Dass das auch anders geht zeigt z.B. die WordPress Plattform, die sehr verantwortungsvoll gemanaged und erweitert wird ohne dass die Kunden dauernd wieder Anpassungen vornehmen müssen.

Zum Glück gibt es genügend andere Anbieter von Plattformen, mit denen man effizient arbeiten kann und sich nicht den Google Zwängen und den Geschäftsbedingungen von Google unterwerfen muss. Meist kann man auf den anderen Plattformen Google Search, die einzig wirklich attraktive Funktion bei Google, einfach integrieren.

Google+ und Google Apps sind als Plattform für langfrisitge Projekte, die über mehrer Jahre laufen sollen zumindets im jetzigen Zustand und mit der jetzigen Unternehmensphilosophie nicht geeignet. Ciao Google Apps.

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Eine Antwort zu “Vom Google Follower zum Google Skeptiker

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