Beiträge vom Dezember 2008
Die meisten Unternehmen haben inzwischen moderne IT Systeme und Portale (IBM Portal, Lotus, MS Sharepoint u.a.) für die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen. Nach wie vor ist aber die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg schwierig. Unternehmen sind auch nicht begeistert, wenn soziale Netzwerke wie XING, Myspace oder Google Spaces für die geschäftliche Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg eingesetzt werden, da diese Unternehmen nicht unbedingt allgemein akzeptierte Businessziele verfolgen. Professionelle Organisationen wie z.B. die Gesellschaft für Informatik (GI) bieten inzwischen auch Kollaboration Funktionen an – aber nur für die GI Mitglieder, was für weltweite kommerzielle Koperationen natürlich ungeeignet ist. Mitarbeiter in unterschiedlichen Firmen möchten möglichst die gleiche Kollaborationsplattform für unterschiedliche Projekte mit wechselnden Kooperationspartnern verwenden.
Für weltweite Kooperation über Organisationsgrenzen hinweg bietet jetzt IBM mit Lotus Bluehouse (Beta) eine recht brauchbare Kommunikationsplattform auf Lotus Basis als SaaS (Software as a Service) an. IBM ist sicher ein seriöser Anbieter mit erprobten Sicherheitsstandards und professionellen Mitarbeitern. Im IBM Bluehouse findet man eine erstklassige Plattform für Online Meetings und Collaboration. Die verwendeten IBM Produkte sind Lotus Connection(für soziale Netzwerke), Quickr (Team Collaboration), Sametime (Chat, Instant Messaging) und iNotes für eMail. Die Plattform ist durchaus geeignet z.B. für Online Verkaufsgespräche mit Kunden oder Teamdiskussionen mit shared Zugriff auf den Desktop, sodass man auch Applikationen im Team diskutieren kann. Vergleicht man die Funktionen von IBM Bluehouse z.B. mit Google Apps so sieht man deutlich, dass Google den SaaS Markt von der Consumer Seite und IBM den SaaS Markt von der professionellen Seite angeht. Die Google Apps Funktionen sind z.B. sehr einfach (fast kindlich) gestrickt während die IBM Funktionen sehr professionell wirken aber für einfache Benutzer leicht zu komplex wirken können. Im IBM Lotus Greenhouse kann man die einzelnen Produkte und neue Software kennenlernen.
Das ganze ist noch ein bischen IBM Marketing lastig und die Sicherheitsinfrastruktur ist offensichtlich noch auf die geschlossene IBM Umgebung mit unternehmensweitem Single Sign On abgestimmt. Die externen Benutzer müssen sich für jeden Service wieder neu registrieren und anmelden. Da ist sicher noch einiges zu tun. Google, IBM und Microsoft bieten ihre SaaS Pakete nur als Beta an. Offensichtlich versucht man mit Hilfe der Kunden sowohl geeignete Funktionalität als auch Geschäftsmodelle und Einnahmequellen zu finden.
Kategorien: Google · IBM WebSphere Portal · Sharepoint 2007 · iGoogle Portal
Mit Tag(s) versehen: Google Apps, IBM, Kollaboration, Lotus Bluehouse, Lotus Greenhouse, Organisationsgrenzen, SaaS
Trotz aller Warnungen vor Internetbetrug zahlen 31 % der Deutschen im Internet über Vorkasse und 18 % erlauben sogar Abbuchung auf ihr Konto und geben damit ihre Kontonummer im Internet bekannt. Dies ist offensichtlich kein Problem, da die Kontonummer der Bürger ja an viele Unternehmen weitergegeben wird und mindestens ein Unternehmen davon diese Information auch an Datensammler gegen geringen Gewinn weitergibt. Interessanterweise sind diese Zahlungsarten bei Abzockern gar nicht so polulär, da die Internetkäufer sofort vorsichtig werden, wenn nach einer Überweisung oder einer Bankverbindung gefragt wird. Viel interessanter für die Abzocker ist es, nichtsahnenden Kunden eine Rechnung zu schicken, ohne dass der Kunde eine Leistung erhalten oder einen Service gebucht hat. Da man sich im Web 2.0 Zeitalter fast bei jedem Service registrieren lassen muss, ist die Hemmschwelle bei den Internet Nutzern relativ gering, ihre eMail Adresse einzugeben. Hat ein Abzocker erst mal die eMail Adresse ist es relativ einfach in Internet Verzeichnissen die Adresse des Benutzers und weitere Details zu finden. Schnell findet sich dann ein Anwalt der gegen Gebühren versucht die unberechtigte Rechnung einzutreiben. Das kostet die gut organisierten Abzocker wenig und verursacht dem Internetbenutzer vie l Ärger, von dem sich viele aus Bequemlichkiet durch eine Überweisung freikaufen. Bei Beträgen unter 20 € raten sogar Rechtsanwälte den Betrag ohne Murren zu zahlen. Damit wird dem Internet Betrug Tür und Tot geöffnet. Wesentlich besser wäre z.B. eine Regelung bei der sich Benutzer an eine gemeinnützige Organisation iher Wahl wenden können z.B. eine Verbraucherzentrale, die eine Sammelklage gegen Abzockerfirmen erheben kann. Die Schadenersatzzahlungen der Abzocker würden bei den Verbraucherzentralen landen, die dieses Geld zur Finanzierung des Kampfes gegen Betrüger sicher gut brauchen könnten, da der Staat (erinnern sie sich noch an unseren Verbraucherschutzminister Seehofer – und wie heißt die Neue?) seine Bürger vor diesen speziellen Art von Kriminalität nicht schützen will. Eine Einzelklage eines Betroffen gegen Abzocker ist ziemlich sinnlos, da der Streitwert bei einem Einzelfall sehr gering ist und der Aufwand des Benutzers in keiner sinnvollen Relation zu der zu erwartenden Strafe des Abzockers steht.
Leider haben die deutschen Banken auch keinerlei Pläne, die Abbuchung als riskanteste Zahlungsart zu entschärfen. In Italien kann man nur von einem Konto abbuchen, wenn der Inhaber vorher seine Zustimmung gegeben hat. Offensichtlich waren in Italien die Abzocker früher und heftiger zu Gange als in Deutschland. Die deutschen Banken versuchen die Kunden dadurch zu beruhigen, dass jede Abbuchung vom Konto oder der Kreditkarte vom Kunden widerrufen werden kann. Anders als bei einer Abbuchung auf einer Kreditkarte in USA liegt die Beweispflicht über die irreguläre Abbuchung aber beim Kunden. Selbst bei relativ seriösen Firmen ist es meist sehr mühsam eine unberechtigte Abbuchung zu stornieren. Auf alle Fälle hat der Kunde viele Scherereien während die Bank auf Grund ihrer Geschäftsbedingungen sich bei allen Streitfällen heraus hält. Leider haben es die deutschen (oder europäischen) Banken versäumt ein für den Kunden adequat sicheres Bezahlsystem ähnlich Paypal zu etablieren, bei dem der Händler keine Kontoinformationen des Kunden erhält. Paypal als eBay Zahlungssystem wird sich aber wohl nicht allgemein durchsetzen können hat aber doch schon 11% Marktanteil an den Internetzahlungen in Deutschland.
Kategorien: Allgemein
Mit Tag(s) versehen: Abbuchung, Abzocker, Betrug, Internet, Kreditkarte, Zahlungsverkehr
Während Herr Schäuble sich vorwiegend um die Kontrolle der Internetbenutzer kümmert, können sich Datenhändler, Spammer und Abzocker weitgehend unbehelligt von Polizei und Rechtsstaat betätigen, wobei Jugendliche offensichtlich ein besonders lohnendes Ziel sind. Eine besonders ärgerliche Masche, ist der Abschluss von „Serviceverträgen“ ohne Zustimmung des Benutzers, der zufällig auf einer Lockvogelseite des Abzockers gelandet ist. Obwohl die unseriösen Anbieter z.B. längst bei den Verbraucherzentralen bekannt sind geht das Treiben der Abzocker lustig weiter, weil sie geschickt Lücken in den von unserem Bundestag mit Hunderten von Jusristen geschaffenen Gesetzen nutzen. Eigentlich könnte man meinen, dass man Internetgeschäfte innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann, so sieht es wenigstens das Widerrufsrecht im Fernabsatzvertrag vor. Das umgehen die Abzocker indem sie die Nachricht über den Abschluss und die Rechnung erst nach 15 Tagen an den geleimten Kunden schicken. Vorher hat der Kunde ja nicht gewusst, dass er vermeintlich einen Vertrag abgeschlossen hat – also konnte er auch nicht widersprechen. Nach 15 Tagen ist es nach Gesetz dann aber zu spät für einen Widerspruch. Das ist sicher juristisch nicht ganz astrein, scheint aber als Geschäftsgrundlage für die Abzocker ausreichend zu sein. Dieses Problem könnte man im Gesetz ganz einfach so lösen, dass die Widerspruchsfrist erst nach Eingang des Vertrages oder der Rechnung beim Kunden beginnt.
Grundsätzlich sollte man sich bei solchen und ähnlichen Problemen mit Abzockern nicht nur auf die Dokumentation auf dem PC stützen, sondern mit einem Zeugen auf alle Fälle ein Protokoll über Eingang und Inhalt von eMails und Dokumenten erstellen.
Kategorien: Allgemein · IT Politik
Mit Tag(s) versehen: Betrug Abzocke, Fernabsatzvertrag, Internet, Internet Betrug, Widerspruchsrecht
Benutzt man ein Sharepoint Portal in einer heterogenen Umgebung im Web (z.B. Kooperation zwischen mehreren Firmen, Non Profit Organisation, Verein, Universität, Schulen usw) darf man nicht annehmen, dass alle Benutzer einheitliche Software z.B. Word von Microsoft für die Textverarbeitung auf ihrem PC haben. Auf keinen Fall sollte man fördern oder dulden, dass die Benutzer illegale Kopien von MS Word benutzen. In vielen Fällen kommt man mit einem einfachen Rich Text Editor wie AngelWriter aus. Für größere Dokumente sollte man OpenOffice verwenden. Kann man auf Word Dokumente nicht verzichten, sollte man Dokumente für die passiven Nutzer immer als PDF Dokumente ins Portal stellen. Sollen aktive Teilnehmer kleinere Texte selbst erstellen, dann wird man Rich Text (RTF) Dokumente benutzen, da die Sharepoint Benutzer den Umgang mit dem eingebauten Rich Text Editor gewohnt sind.
Verwendet man Sharepoint mit dem Firefox Browser, kann man die Dokumente aus einer Sharepoint Bibliothek mit einem Programm der Wahl öffnen – wie in Windows üblich mit rechter Maustaste auf Link klicken und Programm zum Öffnen auswählen. Hat man AngelWriter für RTF Dateien einmal eingestellt, werden RTF Dateien immer mit AngelWriter angezeigt.
Verwendet man Sharepoint mit dem Internet Explorer werden RTF Dokumente immer mit MS Word geöffnet auch wenn man AngelWriter als Editor für RTF Dokumente in VISTA eingestellt hat. Das hat zwar den Vorteil dass man mit MS WORD die RTF Dokumente nach Änderungen einfach in des Sharepoint Portal wieder zurückschreiben kann. Es kommt aber immer wieder vor dass Benutzer das Dokument als WORD Dokument zurückspeichern. Verwenden die Benutzer dann noch unterschiedliche, inkompatible Versionen von MS Word, dann ist das Chaos schnell perfekt. Offensichtlich können sich die Microsoft Designer gar nicht vorstellen, dass Sharepoint auch in Umgebungen verwendet wird, in denen auch Programme von anderen Lieferanten als Microsoft verwendet werden.
Alternativ kann man kleine Dokumente als HTML Dokumente in Sharepoint ablegen. Da gibt es relativ wenig Probleme wenn die Benutzer unterschiedliche Editoren verwenden.
Kategorien: Sharepoint 2007 · Software
Mit Tag(s) versehen: Sharepoint, MOSS, Add new tag, RTF, AngelWriter, Textverarbeitung, MS Word