Sowohl der iPhone(Apple Safari) als auch der Opera Mini (Opera) Browser basieren auf PC Versionen moderner Browser und haben etwa den gleichen Funktionsumfang. Es können recht kompexe Seiten korrekt dargestellt werden. Einen Eindruck wie der Opera Mini Webseiten darstellt, kann man mit dem Opera Mini Simulator erhalten – dieser ist aber nicht voll kompatibel mit dem aktuellen Browser auf dem Handy! Die komplexe Seite www.local.ch wird beim Opera Mini ohne Probleme dargestellt und die Dateneingabe funktioniert! Komplikationen gibt es jedoch bei Seiten, bei denen lokale Scripts auf dem Handy ablaufen bei beiden mobilen Browsern. Der Opera Mini Browser ist sehr stabil – bis jetzt habe ich selbst bei komplexen MS Sharepoint Seiten keinen Absturz erlebt! Die wichtigsten Funktionen sind bei beiden Browsern ähnlich wie z.B. Übersichtdarstellung + Zoom, Querformat Darstellung, RSS Feeds etc. In der Bedienung ist das iPhone mit relativ großem Touchscreen einem konventionellen Handy mit Tasten überlegen – allerdings läuft der Opera Mini auf allen gängigen und in Millionen Stückzahlen im Markt verfügbaren Handys mit Java Unterstützung z.B. alle besseren Modelle von Nokia, Ericsson, Samsung u.a. Diese Modelle sind mit kleinem Bildschirm erheblich billiger als das iPhone und auch mit größerem Bildschirm (auch mit Touchscreen) verfügbar. Ich persönlich schätze auch die Einhandbedienung mit Scroll Tasten und Cursor Steuerung.
Achtung: 1.Nov 2008 – Das neue iPhone 3G ist wesentlich schneller als die vorherige Version. Die Ladezeiten von Seiten sind gegenüber den unten zitierten Zeiten erheblich reduziert und häufig kürzer als beim Opera Mini- vor allem beim ersten Zugriff auf eine Seite, die noch nicht im Opera Server Cache geladen ist. Inzwischen werden von den Providern auch Internet Flatrates angeboten, sodass die Datenmenge bei der Übertragung keine so große Rolle mehr spielt. Der iPhone Browser wird damit zum eindeutigen Sieger im Browserkrieg. Für Benutzer, die aber nur gelegentlich im Web surfen ist der Opera Mini Browser aber auf vielen Geräten die beste (und billigste) Wahl.
Ein wesentlicher Nachteil des iPhone Browsers ist, dass die Seiten komplett zum Handy übertragen werden – das kostet Zeit und Geld für die Datenübertragung. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Anzeige einer komplexen Seite wie z.B. www.spiegel.de, die Opera Mini in 20 Sekunden über GPRS genauso schnell schafft wie das iPhone über WLAN (19,2 sec). Mit UMTS (Vodafone Live Access Point) schafft der Opera Mini das sogar in 11 Sekunden! Alle iPhone Vergleichszahlen von Andreas Göldi’s Blog.)
Mit dem N70 von Nokia (ein schon recht altes Modell) ist der Opera Mini Browser über das GPRS Netz etwa gleich schnell wie das iPhone über WLAN und mit UMTS (Vodafone Live Access Point) sogar wesentlich schneller! Das iPhone unterstützt zur Zeit keine UMTS Netzwerke! Da beim Opera Mini Browser nur etwa 10% der Daten über das Mobilfunknetz gehen, wird man auch in belasteteten Netzwerken gut arbeiten können. Mit Opera Mini kann man durchaus auch ohne Flatrate z.B. mit Prepaid Karten zu vernünftigen Kosten arbeiten.
iPhone iPhone Mobil Opera Mini Mobil
WLAN GPRS VFD2-WEB-GPRS Vodafone Live
(UMTS)
www.spiegel.de 18 sec 57 sec 20 sec 11 sec
www.medienlese.com 14 sec 59 sec 30 sec 22 sec
Die Zeiten gelten für das Laden der Übersichtsseite (ähnlich PC aber auf Bildschirmgröße verkleinert) – danach kann man in weniger als einer Sekunde auf Ausschnitte in der Seite zoomen. Für den Opera Mini sind Zeiten für den GPRS Zugang und für den UMTS Zugang (Vodafone Live) angegeben. (Opera Mini 4.0 und Nokia N70 Software Level 5.0638.3.0.1)
Der Opera Mini Browser ist technisch dem iPhone Browser überlegen. Der größte Nachteil ist jedoch, dass die deutschen Netzwerk Provider wie Telekom, Vodafone, O2 usw es nicht schaffen, benutzerfreundliche Installationen und attraktive Dienste zur Verfügung zu stellen. Vodafone bietet zwar eine Installation des Opera Mini Browsers für Vodafone Live an – zumindest bei mir hat das aber nicht funktioniert. Die Installation direkt von Opera auf das Handy funktioniert degegen einwandfrei und ist leicht zu bedienen. Das Service Personal von Vodafone und auch die Hotlines sind für Internet Betrieb nicht geschult. Bei detaillierten Fragen zum Internet Support oder auch den Tarifen erschrecken die Mitarbeiter wie das Kaninchen vor der Schlange. Da gibt es im neuen Jahr für Herrn Obermann und seine Kollegen viel zu tun. Vielleicht würde es helfen in jedem Service Point einen der 30 000 arbeitlosen IT Spezialisten als Berater einzustellen, da ja die Verkaufsmitarbeiter keine Funktionen ausser Telefonieren, SMS und Fotografieren auf dem Handy kennen.

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