Entries from Januar 2007
Nach den letzten Schreckensmeldung über Phishing speziell bei Banken wollte ich endlich mein HBCI Banking mit Chipkarte in Betrieb nehmen. Die erste Enttäuschung kommt sofort - der Towitoko Chipkartenleser mit USB Anschluss funktioniert nicht als Plug und Play Gerät wie es heute Stand der Technik bei USB Geräten ist. Man muss erst Treiber installieren, was für einen Standardbenutzer wohl bereits eine Zumutung ist. Die Webseite der BW Bank verweist auf die Seite des Herstellers. Hier herrscht ein wahres Tohuwabohu von verschiedenen Treibern versehen mit Warnungen, die wohl auch abgebrühte Kunden erschrecken werden. Der Kenner sieht sofort, dass hier kein sinnvolles System zur Erstellung und Wartung von Treibern im Umfeld des Kunden implementiert wurde. Installiert man dann den Treiber, so kommt eine Windows Meldung, dass der Leser nicht PCSC kompatibel ist, und eventuell eine schwere Störung im Betriebssystem verursachen kann. Nach Empfehlung des Herstellers und der BW Bank kann man die getrost ignorieren - es sei ja alles OK und getestet. Warum dann aber die notwendigen Schritte bei Microsoft nicht gemacht wurden ist völlig unverständlich. Auf alle Fälle würde ich eine solche Installation nicht akzeptieren - adieu HBCI mit Chipkarte.
Der ganze Vorgang ist ein weiteres Indiz, dass Banken grundsätzlich nicht daran interessiert sind, ihren Kunden sichere Systeme anzubieten. Bisher trägt ja der Kunde auch das größte Risiko und die Bankgebühren.
Kategorien: Allgemein
Heute werden viele Services für private Benutzer im Web kostenfrei angeboten, bei denen Benutzer Daten abspeichern können wie z.B. dieser Blog bei WordPress, MySpace, Google usw. Der Nachteil ist dabei, dass man in der Regel seine Daten nicht mit einfachen Methoden wieder aus dem System herausholen kann. Es soll ja vorkommen, dass ein Provider gegenüber der Konkurrenz zurückfällt - das kann heute sehr schnell gehen - und man zu einem anderen Provider wechseln möchte, der verbesserte Funktionen und besseren Service bietet. Der Provider möchte ja in der Regel viele Kunden anziehen und die mühsam aufgebaute Kundschaft nicht an den nächsten Mitbewerber (Nassauer) verlieren. Man sollte es sich deshalb gut überlegen, bevor man größere Datenmengen in einem solchen System aufbaut.
Auf der anderen Seite wird nicht empfohlen, einen eigenen privaten Server zu betreiben (selbst wenn man das erforderliche Knowhow hat). Ein gehosteter Service, bei dem man volle Kontrolle und den Zugriff auf die Daten behält, wie z.B. bei einem Sharepoint Server, ist die bevorzugte Lösung, wenn größere Datenmengen beim Webdienst abgelegt werden sollen. Sobald der Portalserver eingerichtet ist, hat man einen ähnlichen Service zum Teil aber auch wesentlich erweiterte Funktionen als bei MySpace und Co. Die Einrichtung von Portalen, wie z.B. für Vereine usw, kann wesentlich erleichtert werden indem man Vorlagen (Templates) für Subportale definiert, die dann im Einzelfall nur gering modifiziert werden müssen.
Kategorien: Allgemein · Sharepoint 2003 · Sharepoint 2007 · Software
Mein bei 1&1 gemietetes Portal bietet eine kleine Auswahl von Funktionsblöcken (Webparts im Rest der Welt heißt das Portlet)), die für den privaten Bereich einigermaßen ausreichen. Sehr gut sind die Funktionen zum Anlegen von Datenbanken und deren Anzeige mit Formatvorlagen und Filtern. Leider kann man keine eigenen Webparts auf dem Server installieren - aus Sicht der Betriebssicherheit ist das auch verständlich. Das XML Portlet bietet jedoch eine sehr schöne Möglichkeit eigene Webparts mit Javascript zu schreiben oder vorhandene Webparts dieses Typs zu importieren. Das ist meist eine bessere Lösung als ein eigenes Webpart mit C++ zu schreiben.
Kategorien: Sharepoint 2003 · Sharepoint 2007 · Software
Der Apple iPOD kann nur Stücke im Apple proprietären AAC Format abspielen. Man kann jedoch eigene Stücke im MP3 Format auf den iPod mit der von Apple gelieferten iPod Software einspielen. Die Stücke werden dann automatisch in das interne AAC Format umgewandelt. Da diese MP3 Stücke nicht geschützt sind, kann man sie auch vom iPod kopieren. Es empfiehlt sich somit alle Musikstücke im MP3 Format zu speichern. Wer noch einige alte Stücke auf seinen alten schwarzen Platten oder CDs hat kann diese z.B. mit Autograbber in MP3 Format umwandeln. Für alte Schelllackplatten oder Band Kassetten ist das fast ein Muss. Diese Musikstücke sollte man aber wirklich nur für den eigenen Gebrauch nutzen und keinesfalls im Internet verteilen, um keine Copyright Rechte zu verletzen.
Inzwischen gibt es bereits Musikverlage, die erkennen, dass die aufwendigen Schutzmechanismen der Medien Industrie die Kunden mehr verwirren als sie zum Kauf anregen. Eigentlich sollten rechtliche Regelungen wie bei Papier, CDs usw eigentlich ausreichen, um die ordnungsgemäße Nutzung von Musik abzusichern.
Kategorien: Media · Software
Im Rahmen des automatischen Windows Upgrades wurde der Windows Media Server auf den vermeintlich neuesten Stand gebracht. Mit dem Resultat dass mein PC beim Aufruf des Media Players total abstürzt. Natürlich versucht man, das Programm zu entfernen und neu zu installieren. Überraschung - der Windows Media Player lässt sich mit den Standard Windows Werkzeugen nicht entfernen! Jetzt versteht man was Microsoft damit meint, dass der Media Player ein Bestandteil des Betriebssystems ist.
Ein Grund mehr den realPlayer als Standard Player zu benutzen.
Kategorien: Media · Software
Seit Montag gibt es Probleme mit dem eMail Service bei 1&1, die bis heute Freitag nicht behoben werden konnten. Als PC besitzer hat man durchaus Verständnis, dass ab und zu Probleme auftreten. Absolut unverständlich ist allerdings, dass man auf der Web Site von 1&1 keine Informationen über die Probleme erhält. Vernünftige Informationen erhält man nur über den Heise Online Ticker. Das Unternehmen 1&1 hat wohl noch nicht erkannt, dass Vertrauen für die Beziehung Kunde-Lieferant die wichtigste Grundlage für den geschäftlichen Erfolg ist.
Kategorien: Allgemein