Nachdem der Vodafone Internet Zugang über UMTS bisher funktioniert hat, ist plötzlich keine Verbindung über Vodafone Live mehr möglich. Zunächst sucht man da den Fehler bei sich. Da aber in den letzten Tagen nichts geändert wurde und der Internet Zugang über GPRS funktioniert, bleibt nur der Anruf bei der Service Nummer 1212. Nach einem Rückruf bei der Vodafone Technik wird mir mitgeteilt, dass infolge einer kleinen technischen Änderung bei Vodafone der UMTS Zugang für Kunden, deren SIM Karte in oder vor 2001 ausgegeben wurde, nicht mehr funktioniert. Ich bekomme eine neue SIM Karte zugeschickt. Diese muss ich dann am Telefon aktivieren (siehe Warteschleife). Ich verstehe nicht warum solche Probleme nicht in einer Online Hilfe zur Verfügung gestellt werden, um dem Kunden aufwändige Fehleranalysen zu ersparen. Schöner wäre es natürlich wenn betroffene Kunden vorher informiert würden. Es gibt noch viel zu tun in der UMTS Service Wüste!
Siehe auch: Probleme mit langen URL’s bei Vodafone UMTS
Mobile eMail ist mit dem Nokia N70 wirklch komfortabel. Man erhält zunächst eine SMS mit der Betreff Zeile und kann dann die eMail über eine komfortable Funktion auf das Handy laden. In der regel wird man keine eMail zurücksenden sondern den Absender anrufen wollen. Hat der Absender seine Telefonnummer im Addressblock angegeben, kann man direkt ohne die Nummer zu wählen zurück rufen (funktioniert ähnlich wie eine URL im Web). Die Funktion ist absolut Spitze.
Leider macht es in der Regel keinen Sinn alle eMail auf das Handy weiterzuleiten. Ich verwende eine spezielle mobile eMail Adresse, die eingehende eMail zunächst auf SPAM und Viren prüft und dann an die Vodafone Mail Box weiterleitet. Das ist nicht ganz ideal - bei LOTUS gibt es da elegante Lösungen eMail zu filtern und zu klassifizieren. Da kann man mit einer eMail Adresse auskommen. Die seperate eMail Adresse für das Handy hat aber den Vorteil, dass sehr bewusst mit knappen eMails kommuniziert wird.
Die mobile Site der Stadt Stuttgart ist ein Beispiel für eine technisch gut gemachtes mobiles Stadtinformationssystem. Immerhin war dort die geballte Kompetenz des Fraunhofer Instituts und lokale Mobile Spezialisten beteiligt. Relativ gut gelöst ist die Information über S- und U-Bahnen, da die Stuttgarter Straßenbahn AG relativ früh ein für mobile Geräte konzipiertes Informationssystem entiwckelt hat. Probleme bereitet dort aber die Eingabe von Start und Zielort. Wegeinformation wie “Toilette 345m südlich” sind wenig hilfreich, da die meisten Benutzer keine Pfadfinder Ausbildung genossen haben. Karten a la Navigationssystem wären hier wesentlich hilfreicher und auch sicher relativ leicht zu implementieren. Auch fehlt ein System über die Verfügbarkeit von Parkplätzen in den Parkhäusern der innenstatdt. Bei den übrigen Inhalten wird aber deutlich, dass ziemlich unklar ist, was mobile Benutzer eigentlich wollen. Sicher wäre es hilfreich an markanten Punkten oder Schaufenster Infocodes anzubringen, um lokale Informationen oder Werbung zu erhalten. Nokia bietet ein solches System sogar mit RFID Leser an. In italienischen Städten wurde ein ähnliches Verfahren mit Telefonnummern an historischen Gebäuden erprobt. Es wird interessant sein zu verfolgen wie und ob sich das System mobil.stuttgart.de in einen sinnvollen Service weiterentwickelt.
Für die Nutzung mobiler Geräte müssen Inhalte und Navigationsstrukturen angepasst werden. Darstellung von Webseiten, die für PCs gestaltet wurden, sind allenfalls im Notfall hilfreich. Allerdings sollten Seiten für mobile Geräte so gestaltet werden, dass sie auf dem PC Bildschirm ansprechend aussehen, da die Benutzer in der Regel Inhalte auf dem PC prüfen bevor sie die Inhalte auf dem mobilen Gerät benutzen. Schließlich kostet die Übertragung der Daten anders als beim PC ja Geld. Ich bevorzuge einen Seitenlayout mit je einer Header und Footer Zone und drei Spalten im Hauptbereich. Auf dem mobilen Gerät werden die Felder in der Reihenfolge Header - Spalte 1 - Spalte 2 - Spalte 3 - Footer dargestellt. Mobil Stuttgart ist ein gutes Beispiel für Gestaltung der Header und Footer. Im Header sollte die Basisnavigation enthalten sein. In Spalte 1 sollte die Seitenübersicht oder die wichtigste Information enthalten sein, da diese auf dem ersten Bildschirm erscheinen. Deshalb sollte Detailnavigation unbedingt RECHTS (ähnlich wie bei Google) angelegt werden. Das Hauptfeld bei Mobil Stuttgart bietet einige schöne Beispiele wie man es nicht machen sollte - Texteingaben und Drop Listen sind wenn möglich zu vermeiden. Ein gutes Beispiel für Seiten, die sowohl auf dem PC als auch mobil gut aussehen ist www.nokia.com . Auf alle Fälle sollte die Größe einer mobilen Seite 10 kByte nicht überschreiten. Server für mobile Geräte sollten sehr schnell sein, da lange Antwortzeiten die Benutzer verunsichern. Mobil Stuttgart ist zur Zeit dafür auch ein schlechtes Beispiel - der Server ist viel zu langsam! Sharepoint Portal Hosting hat hier sicher auch ein Problem, da der Sharepoint Server beim ersten Zugriff erst hoch gefahren wird. Ich schalte deshalb gern eine konventionelle, statische Webseite als Einstiegseite vor ein mobiles Sharepoint Portal.
Häufig existiert bereits eine konventionelle Website, deren URL bei den Nutzern und Suchmaschinen bekannt ist. Diese wird nun um einen öffentlichen Portalbereich und einen privaten Portalbereich erweitert. Hierzu erstellt man zunächst ausgehend von einer Privaten Portal Website eine untergeordnete Website mit der Option Eigene Berechtigung. Anschließend wird mit Websiteverwaltung Anonymer Zugriff auf diese Site erlaubt. Über Links oder Navigation kann man nun die exisierende konventionelle Site mit den Portal Sites verbinden. Interessant ist auch die Möglichkeit einzelne Webpart Seiten im öffentlichen Portal zu generieren und in einem Dokument Folder zu speichern. Diese können dann einzeln von externen Seiten referiert werden. So kann man elegant Webpart Seiten in konventionelle Sites integrieren. Ich verwende diese Methode speziell für optimierte Seiten für mobile Geräte. Layout und Darstellug der Webparts werden dabei auf die geringe Göße der Displays und die limitierte Möglichkeit zur Navigation abegestimmt.
RSS Feeds sind ein ideale Informationsquelle für mobile Geräte. Wenn man nur die Titel der Artikel anzeigt, hat der mobile Benutzer einen sehr guten Übebrlick und kann schnell auf den Inhalt zugreifen. Die von Vodafone angebotenen News sind in der Regel für mobile Benutzer nicht interessant. Mobile Nutzer möchten RSS Feeds ihrer Firma, ihres Vereins oder private RSS Feeds nutzen. Leider gibt es im mobilen Bereich zur Zeit keine geeigneten RSS Leser wie z.B. bei Thunderbird. (Das hat sich geändert - seit neuestem gibt es den Opera Mini 3.1 Browser mit RSS Feed Unterstützung) Man kann trotzdem nicht voraussetzen, dass jeder Benutzer einen mobilen RSS Leser installiert hat. Sharepoint bietet ein XML Webpart an. Man kann dort unter XML Link die URL des RSS Feeds und unter XSL Link die URL eines XSL Stylesheets eingeben. Das Stylesheet kann der Größe des Displays u.a. angepasst werden. Man kann nun eine einfache WebPart Seite mit z.B. einem Content Web Part für Informationen und einem XML Webpart, das den RSS Feed anzeigt generieren. Das funktioniert für kleine RSS Feeds ganz gut. Leider ist der Timeout für das XML WebPart bei 1&1 sehr niedrig eingestellt, sodaß dieses Verfahren nur bei einfachen Feeds funktioniert. Der IBM WebSphere Portal Server hat z.B. die Möglichkeit “langsame” Portlets (WebParts) verzögert anzuzeigen. Ohne eine solche Möglichkeit ist man bei der Nutzung von Web Services sehr beschränkt.